Das Lernen und der Erwerb von Wissen

Das Buch Mafatih-ul-Hayat[1] vom großen Gelehrten Ayatullah Jawadi-Amoli, ist eine Sammlung von Aussprüchen des Propheten (s.) und seiner reinen Familie zu verschiedensten Lebens- und Alltagsfragestellungen. Es wird oft als Nachfolgewerk der berühmten Bittgebetsammlung Mafatih-ul-Dschinan[2] bezeichnet, das von Scheikh Abbas Qummi (r.) zusammengestellt wurde und zu den meistverbreitetsten Büchern schiitischen Hintergrunds gehört. Seit dem Erscheinungsjahr 2012 ist das Werk Mafatih-ul-Hayat mindestens 163 Mal nachgedruckt worden[3], wobei jede Auflage 5000 Exemplare zählt.

Das Lernen und der Erwerb von Wissen

In der islamischen Bildung wurde der Wissenserwerb sehr oft angeraten und dem Menschen wurde empfohlen von der Wiege bis zum Grab nach Wissen zu streben. In verschiedensten Überlieferungen ist das Aneignen von notwendigem und nützlichem Wissen angepriesen worden. Die Überlieferungen besagen, dass Eltern dafür Sorge tragen sollen, dass ihre Kinder sich im Kindesalter das notwendige Wissen aneignen, so dass sie im Erwachsenenalter von den Früchten profitieren können.

Die Wichtigkeit des Erwerbs von Wissen

Der Gesandte Allahs (s.) sprach: „Sei entweder ein Gelehrter oder sei im Zustand des Wissenserwerbs und verschwende deine Zeit nicht mit Nichtstun und Vergnügungen.“[4]

Der Befehlshaber der Gläubigen Imam Ali (a.), sprach: „Strebe nach Weisheit, selbst wenn sie sich bei den Götzendienern befindet.“[5]

Auch sprach er (a.): „Strebe nach Weisheit, selbst wenn es aus den Mündern der Verrückten kommt.“[6]

Zudem sprach er (a.): „Euch sei es anempfohlen, nach Wissen zu streben, denn der Wissende ist geehrt, selbst wenn er zu keiner Familie gehört, und ist geehrt, selbst wenn er arm ist, und ist geehrt, selbst wenn er jung ist.[7]

Die Vorzüge der Bildung

Der Gesandte Allahs (s.) sprach: „Das Lehren von Wissen für die Zufriedenheit Gottes ist eine gute Tat, das Erlernen von Wissen ist Gottesdienst, das Sprechen über das Wissen ist Lobpreisung und die Anwendung von Wissen ist Anstrengung auf dem Wege Gottes. Das Lehren eines jeden, der unwissend ist, wird wie eine Spende gewertet, und das Verschenken von Wissen an jemanden, der dafür geeignet ist, führt zur Gottesnähe. Denn das Wissen ist der Lehrer des Erlaubten (halal) und Verbotenen (haram), der Leuchtturm des Weges zum Paradies und der Freund in der Einsamkeit.“[8]

Auch sprach er (s.): „Wer auch immer einen Bereich des Wissens erlernt, um es für die Zufriedenheit Gottes den Menschen zu lehren, dem wird Gott die Belohnung von siebzig Propheten geben.“[9]

Ferner sprach er (s.): „Wer auch immer diejenigen ersuchen will, die sich aus dem (Höllen-)Feuer befreit haben, möge die Lernenden ersuchen. Bei Dem, in Dessen Händen mein Leben liegt! Für jeden einzelnen Schritt, den der Wissenssuchende zum Haus des Wissenden tätigt, schreibt Gott ihm den Gegenwert eines ganzen Jahres von Gottesdiensten auf. Gott erbaut für jeden Schritt, den er tätigt, eine Stadt im Paradies. Wenn er auf der Erde schreitet, so betet die Erde um Vergebung für seine Sünden. Er verbringt den Morgen und den Mittag auf eine Weise, dass ihm vergeben wird und die Engel bescheinigen, dass sie die Befreiung aus dem Höllenfeuer erlangt haben.[10]

Derselbe Heilige (s.) sprach: „Die Anwesenheit bei der Versammlung eines Gelehrten ist tausend Mal besser, als die Anwesenheit bei einer Beerdigung oder tausend Krankenbesuche.“[11]

Zudem sprach er (s.): „Wer zur Moschee geht, um nützliches Wissen zu erlernen oder anderen beizubringen, der wird die Belohnung einer vollständigen Umra und Hadsch erhalten.“[12]

Der Befehlshaber der Gläubigen, Imam Ali (a.) sprach: „O Gläubiger! Wahrlich das Wissen und das Benehmen sind der Wert deiner Seele, deshalb strenge dich an beim Erwerb von ihnen. So kommt jede Erhöhung deines Wissens oder Benehmens der Erhöhung deines Wertes gleich. Denn vom Weg des Wissens findest du einen Weg zu deinem Schöpfer, und mit Benehmen verrichtest du den Dienst an Gott auf gute Weise. Dieses Benehmen im Dienste ist der Grund, weshalb der Diener der Führerschaft und Nähe Gottes würdig wird. So nimm meine Ermahnung an, damit du der Strafe entkommst.“[13]

Auch sprach dieser (a.): „Wenn der Mann eine weise Rede hört und sie dann weitergibt oder danach handelt, so ist dies besser als der Gottesdienst eines Jahres.“[14]

Der Befehlshaber der Gläubigen sprach (a.): „Wer auf dem Weg des Wissens zwei Schritte unternimmt, und zwei Stunden bei einem Gelehrten sitzt, und von dem Lehrenden zwei Wörter hört, dem verspricht Gott zwei Paradiesgärten. So wie es Gott der Erhabene gesprochen hat: „Und dem aber, der sich vor der Gegenwart seines Herrn fürchtet, werden zwei Gärten zuteil sein.“ (ar-Rahman | 55:46)[15].

Imam Baqir (a.) sprach: „Die Belohnung von jemandem, der Wissen lehrt, ist wie die Belohnung von jemandem, der Wissen erlernt, und er ist demjenigen, der lernt, vorzuziehen. So erlernt das Wissen von den Wissensträgern und lehrt eure Brüder so, wie die Wissenden euch gelehrt haben.“[16]

Das Erlernen von notwendigem Wissen

Die Hinwendung der islamischen Gemeinschaft zum notwendigen Wissen und das Erlernen des Wissens gehören zu den Notwendigkeiten, die zum Schutz der Ehre und Macht der Muslime führen.

Vom Befehlshaber der Gläubigen Imam Ali (a.) wird in dieser Angelegenheit folgendes überliefert: „Wissen ist Macht. Wer auch immer es erlangt, wird den Sieg erlangen und wer es nicht erlangt, wird beherrscht werden.“[17]

Einst betrat der Gesandte Allahs (s.) die Moschee, während dort zwei Versammlungen abgehalten wurden. Die eine Versammlung war ein religiöser Erkenntnisunterricht und die andere Versammlung handelte vom Bittgebet. Der Gesandte Allahs sprach (s.) sprach: „Beide Versammlungen haben Gutes zur Folge. Bei der einen Versammlung rufen sie Gott an und bei der anderen lehren sie religiöses Wissen und die Religionsgesetze und bringen es den Unwissenden bei. Dieses Treffen (das Zweite) ist jedoch vorzuziehen! Ich wurde zum Lehren entsandt.“ Daraufhin setzte er sich zu ihnen.[18]

Imam Kadhim (a.) sprach: „Der Gesandte Allahs trat in die Moschee und sah, dass eine Gruppe sich um einen Mann versammelt hatte. Der Gesandte fragte: „Wer ist das?“ Sie sagten: „Ein großer Gelehrter.“ Der Gesandte fragte weiter: „Und auf welchem Gebiet ist er ein großer Gelehrter?“ Sie antworteten: „Auf dem Gebiet des Stammbaums der Araber und ihrer Geschichte, der Zeit der Unwissenheit (dschahilia) und Gedichten und der Arabischen Literatur.“ Der Gesandte Allahs sprach daraufhin: „Dies ist Wissen, von dem derjenige, der es nicht hat, keinen Schaden trägt und der, welcher darüber Kenntnisse hat, keinen Nutzen hat.“[19] Diese Überlieferung ist ein Hinweis darauf, dass die Muslime und die islamische Welt bei der Erlangung von Wissen Prioritäten setzen müssen und sich dem Wissen widmen sollten, das für das Diesseits und das Jenseits nützlich ist oder den Schaden beseitigt.

Der Befehlshaber der Gläubigen (a.) sprach: „Das Beste, was ein junger Mensch erlernen kann, ist das, wovon er im höheren Alter profitieren kann.“[20]

Auch sagte er (a.): „Suchet als Kinder nach Wissen, so dass ihr als Erwachsene darin Ehre findet.“

Zudem sprach er (a.): Das Wissen ist besser als das, was gesammelt werden kann, so erlernt von jedem Wissen das Beste.“[21]

Imam Ali (a.) sprach in der Predigt von Hammam: „Die Gottesfürchtigen leihen ihr Ohr nur dem nützlichen Wissen.“[22]

Imam Baqir (a.) sprach: „Übertrefft einander beim Erlernen des Wissens. Bei dem, in dessen Händen meine Seele ist, eine Überlieferung über das Erlaubte oder Verbotene, die ihr von einem ehrlichen Menschen hört, ist besser als die Welt und was sie an Gold und Silber enthält.“[23]

Einige der notwendigen Wissenschaften

Lehre der Wissenschaften bezüglich der Religion

Imam Ridha (a.) sprach: „Möge Gott jenem Menschen barmherzig sein, der unsere Gebote am Leben erhält.“ Der Überlieferer fragte ihn: „Wie sollen wir eure Gebote am Leben erhalten?“ Der Imam antwortete: „Erlernt unsere Wissenschaften und bringt sie den Menschen bei. Denn wenn die Menschen von der Schönheit unserer Worte erfahren, dann werden sie uns folgen“[24]

Imam Askari (a.) überliefert vom Gesandten Allahs (s.): „Derjenige unter unseren Anhängern, der sich mit unseren Wissenschaften auskennt und einen Unwissenden zu unserer Scharia einlädt und ihn zu unserer Scharia bekehrt und ihn darin unterweist, der wird im Paradies zu unseren Gefährten gehören.“[25]

Lehre der Überzeugungen (Aqidah)

Der Gesandte Allahs (s.) sprach: „Das erste Wort, das eure Kinder sprechen sollten, sollte „La illaha ill Allah“ (Es gibt keinen Gott außer Allah) sein.“[26]

Lehre des Qur’an

Imam Baqir (a.) sprach: „Der Befehlshaber der Gläubigen befahl seinen Kindern, aus dem Qur‘an zu lesen.“[27]

Der Gesandte Allahs (s.) sprach: „Das Recht der Tochter gegenüber ihrem Vater ist es, dass er ihr die Sure Nur (24. Sure) beibringt.“[28]

Lehre der Überlieferungen

Imam Baqir (a.) sprach: „Übertrefft einander beim Erlernen des Wissens. Bei dem, in dessen Händen meine Seele ist, ist eine Überlieferung über das Erlaubte oder Verbotene, die ihr von einem ehrlichen Menschen hört, besser als die Welt und was sie an Gold und Silber enthält. Dies ist das Wort Gottes, in dem es heißt: „ Und was euch der Gesandte gibt, das nehmt an; und was er euch untersagt, dessen enthaltet euch. (al-Haschr | 59:7)“[29]

Lehre der Rechtsfragen und den Pflichten

Der Gesandte Allahs (s.) sprach über die islamischen Erbrechtsfragestellungen: „Erlernt die Fragestellungen des Erbrechts und lehrt sie den Menschen, denn ich werde einst von der Welt scheiden. Die Spaltungen werden einen Punkt erreichen, dass zwei Personen über Erbrechtsangelegenheiten Meinungsverschiedenheiten haben und sie niemand finden, der diese Spaltung beendet.“[30]

Auch sprach er (s.): „Erlernt die Fragestellungen des Erbrechts und lehrt sie den Menschen, denn das Erlernen davon ist die Hälfte des Wissens. Wenn ihr nicht nachgegangen wird wird sie vergessen werden und es wird die erste Sache sein, die von meiner Ummah getrennt werden wird.“[31]

Ein Mann kam zum Befehlshaber der Gläubigen Imam Ali (a.) und sagte: „Ich will Handel treiben.“ Er (der Imam) antwortete: „Hast du Wissen in den Wissenschaften der Religion erlangt?“ Er antwortete: „Ich werde es danach machen.“ Er (a.) sprach: „Wehe dir! Erlerne erst (das Wissen über) das islamische Recht (fiqh) und treibe danach Handel. Denn jemand der kauft und verkauft und sich nicht über das Erlaubte und Verbotene erkundigt hat, wird in den Strudel des Zinsnehmens fallen.“[32]

Imam Sadiq (a.) sprach: „Die Muslime sollen sich in nichts außer diesen drei Gebieten verbessern: Kenntnisse in der Religion, Geduld bei Schwierigkeiten und guter Lebensplanung.“[33]

Lehre in Beruf und Gewerbe

Der Befehlshaber der Gläubigen Imam Ali (a.) sprach: „Mit Keuschheit berufstätig zu sein, ist besser als in Unreinheit reich zu sein.“[34]

Anmerkung: Es gibt zahlreiche Überlieferungen über die Vorzüge der Berufe in den Gebieten der Tierhaltung, Landwirtschaft, Schifffahrt und Fischerei. Auch darüber, dass man früh morgens zur Arbeit gehen sollte, wird erwähnt. Natürlich sind dementsprechend die Lehre und das Wissen bezüglich jener Tätigkeiten wichtig und werden unterstrichen.

Die Lehre von religiösen Gedichten

Der Islam hat sich den Lehren der Kunst verpflichtet und hat den Nutzen, den die Schönheit der Kunst auf dem Weg des Einheitsglaubens und der religiösen Erkenntnis bringt, bekräftigt. Die Imame der Ahl-ul-Bait (a.) haben das Lehren von Gedichten, die die Religion oder die Überzeugung behandeln, bekräftigt.

Imam Sadiq (a.) sprach: „Der Befehlshaber der Gläubigen (Imam Ali) begrüßte es, wenn das Gedicht von Abu Talib überliefert und vorgetragen wurde und sprach: „Erlernt es und bringt es euren Kindern bei, denn er (Abu Talib) gehört zur Religion Gottes und darin verbergen sich viele Lehren.“[35]

Imam Sadiq (a.) sprach: „O ihr Schiiten! Lehrt euren Kindern das Gedicht Abdis, denn er gehört zur Religion Gottes.“[36]

Die Lehre der Fertigkeiten

Der Gesandte Allahs (s.) sprach: „Lehrt euren Kindern den Umgang mit Pfeil und Bogen, denn dies gehört zur Religion Gottes.“[37]

In einer anderen Überlieferung sprach er (s.): „Bringt euren Kindern das Schwimmen bei.“[38]

Das Verhalten beim Lehren und Lernen

Das Lernen durch Personen, die würdig sind

Der Gesandte Allahs (s.) sprach: „Das Streben nach Wissen ist einem jeden Muslim verpflichtend. So strebt nach Wissen an den (entsprechenden) Orten, und bei jenen, die es tragen.“[39]

Der Gesandte Allahs (s.) sprach: „Zu den Vermächtnissen von Dhul Qarnain gehört Folgendes: „Lerne das Wissen nicht von jenem, der davon selbst keinen Nutzen hatte. Denn wer keinen Nutzen aus seinem Wissen gezogen hat, wird auch dir nicht nutzen.“[40]

Der Befehlshaber der Gläubigen Imam Ali (a.) sprach: „O Leute! Das Wissen ist bei den Leuten (des Wissens) aufbewahrt und ihr seid beauftragt, dass ihr es bei ihnen erstrebt.“[41]

Geduld

Der Gesandte Allahs (s.) sprach: „Wer sich keine Stunde für das demütige Erlernen geduldet, möge von verächtlicher Unwissenheit begleitet werden.“[42]

Kein Grund für Scham

Imam Ridha (a.) sprach: „Wer kein Wissen hat, braucht sich nicht für das Erlernen zu schämen.“[43]

Das Schmeicheln beim Lernen

Der Gesandte Allahs (s.) sprach: „Das Schmeicheln gehört nicht zum Verhalten des Gläubigen, außer beim Lernen.“[44]

Der Befehlshaber der Gläubigen Imam Ali (a.) sprach: „Sowohl das Schmeicheln als auch der Neid gehören nicht zum Charakter des Gläubigen, außer beim Aneignen des Wissens.“[45]

Das Fernhalten von weltlicher Motivation

Der Gesandte Allahs (s.) sprach: „Strebet nicht mit der Motivation nach Wissen, um sich bei den Gelehrten zu brüsten, mit den Unvernünftigen zu streiten, bei Versammlungen anzugeben oder die Aufmerksamkeit der Leute aufgrund von Machtstreben auf sich zu ziehen. Denn jeder, der so handelt, ist im Feuer und am Auferstehungstag ist sein Wissen ein Beweis gegen ihn. Lernt es jedoch und bringt es anderen bei.[46]

Der Überlieferer spricht: „Ich hörte von Imam Sadiq (a.), dass er sprach: „Wer seinen Lebensunterhalt durch Wissen erwirbt, wird arm sein.“ Ich (der Überlieferer) sagte dann zu ihm: „Möge ich für dich geopfert werden! Unter deinen Schiiten und Freunden gibt es eine Gruppe, die sich dein Wissen aneignet und es unter deinen Schiiten verbreitet, und die Menschen sind ihnen gegenüber wohltätig, beschenken sie und erweisen ihnen Ehrerbietungen.“ Er (Imam Sadiq (a.)) sprach hierauf: „Diese gehören nicht zu jenen, die ihren Lebensunterhalt durch Wissen erwerben, denn derjenige, der seinen Lebensunterhalt durch Wissen erwirbt, ist jemand, der ohne Wissen und göttliche Rechtleitung, aus Habgier nach wertlosen und schnell vergänglichen weltlichen Gegenständen, (Rechts-)Urteile abgibt, um die Rechte anderer mit Füßen zu treten.“[47]

Das Wissen notieren

Imam Hassan (a.) verlangte nach seinen Söhnen und den Söhnen seines Bruders (Imam Hussain) und sprach zu ihnen: „Ihr seid nun der Nachwuchs der Familie und es wird ein Tag kommen, an dem ihr die Älteren anderer Familien sein werdet; so eignet euch das Wissen an. Wer von euch nicht die Fähigkeit hat, sich das Wissen zu merken, soll es sich notieren und es Zuhause aufbewahren (so dass davon zu gegebenem Anlass Nutzen gezogen werden kann).“[48]

Das Stellen von Fragen

Imam Baqir (a.) sprach: „Das Wissen besteht aus Schätzen und die Schlüssel zu ihnen sind das Stellen von Fragen – so fragt. Möge Gott barmherzig sein. Denn vier Arten von Menschen wird Lohn zuteil werden: Dem Fragesteller, dem Beantwortenden, dem Zuhörer und demjenigen, der sie (die Genannten) verehrt.“[49]

Das Belehren anderer

Der Gesandte Allahs (s.) sprach: „Die beste Art der Spende ist, dass ein Mann Wissen hat und es seinem Bruder beibringt.“[50]

Imam Baqir (a.) sprach: „Der Zakat des Wissens ist, dass man es (das Wissen) den Dienern Gottes beibringt.“[51]

Die Gleichbehandlung beim Lehren

Imam Sadiq (a.) sprach zu den guten Lehrern: „Nehmt für das Lehren von Wissen keine Belohnung. Diejenigen, die nach Wissen streben, sollen vor euch gleich sein und bevorzugt niemanden vor dem anderem.“[52]

Das einfache Lehren

Der Gesandte Allahs (s.) sprach: „Allah, der Erhabene, hat mich als einen Lehrer entsandt, der es leicht macht.“[53]

Der Lohn des Lehrens

Abdurrahman as-Sulami lehrte dem Sohn Imam Hussains (a.) die Sure al-Hamd (Sure al-Fatiha). Als er (der Sohn Imam Hussains) sie seinem Vater vortrug, gab er (Imam Hussain) ihm (Abd-ar-Rahman) eintausend Dinar und eintausend geschmückte Kleidungsstücke und füllte dessen Mund mit Perlen. Man beschwerte sich bei ihm (Imam Hussain) über diese Vorgehensweise. Er sprach: „Dies ist nichts gegen seine Gabe“ (das Lehren).[54]

[1] Arab. = Die Schlüssel des Lebens

[2] Arab. = Die Schlüssel des Paradieses

[3] Stand: April 2014

[4] Al-Mahasan, S. 227; Bihar-ul-Anwar, Bd. 1, S. 194.

[5] Mischkat-ul-Anwar, S. 134.

[6] Misbah-usch-Scharia, S. 160.

[7] Scharh Nahdsch-ul-Balagha, Bd. 20, S. 332.

[8] Al-Amali von Scheikh Tusi, S. 569; Bihar-ul-Anwar Bd. 1, S. 171.

[9] Rouzat-ul-Wa’izin, S. 12.

[10] Muniat-ul-Murid, S. 100.

[11] Mischkat-ul-Anwar, S. 135; Mustradak-ul-Wasa’il, Bd. 2, S. 482.

[12] Muniat-ul-Murid, S. 106.

[13] Rouzat-ul-Wa’izin, S. 11.

[14] Bihar-ul-Anwar, Bd. 1, S. 183.

[15] Irschad-ul-Qulub, S. 195.

[16] Kitab-us-Sara’ir, Bd. 3, S. 595.

[17] Scharh Nahdsch-ul-Balagha, Ibn Abil Hadid, Bd. 20, S. 319.

[18] Muniat-ul-Murid, S, 106.

[19] Kitab-us-Sara’ir, S. Bd. 3, S. 627.

[20] Scharh Nahdsch-ul-Balagha, Ibn Abi al Hadid, Bd. 20, S. 333.

[21] Ghurar-ul-Hakam, S. 46.

[22] Nahdsch-ul-Balagha, 193. Predigt.

[23] Kitab-us-Sara’ir, Bd. 3, S. 645.

[24] Ma’ani-ul-Akhbar, S. 180.

[25] Al-Ihtidsch Kanzul Ummal, Bd. 166, S. 441

[26] Kanzul Ummal, Bd. 166, S. 441.

[27] Kitab-us-Sara’ir, Bd. 3, S. 645.

[28] Al-Kafi, Bd. 6, S. 49.

[29] Kitab-us-Sira’ir, Bd. 3, S. 645.

[30] Uwali-ul-Li’ala, Bd. 3, S. 491.

[31] Uwali-ul-Li’ala, Bd. 3, S. 491.

[32] Da’im-ul-Islam, Bd. 2, S.16.

[33] Al-Kafi, Bd. 5, S. 87.

[34] Nahdsch-ul-Balagha, 31. Brief; Ghurar-ul-Hakam, S. 354.

[35] Iman Abi Talib, S. 130; Wasa’il usch-Schi‘a, Bd. 17, S. 332.

[36] Ridschal al-Kaschi, Band 1, S. 401; Über die Gedichte Abdis findet man mehr im Buch Al-Ghadir, Bd. 2, S. 429.

[37] An-Nawadir, S. 49.

[38] Al-Kafi, Bd. 6, S. 47.

[39] Al-Amali, Scheikh Tusi, S. 569.

[40] Ad-Da’uat, S. 63.

[41] Al-Kafi, Bd. 1, S. 30.

[42] Uwali-ul-Li’ala, Bd. 1, S. 285.

[43] Aywan Akhbar ur-Ridha, Bd. 2, S. 44.

[44] Idati Da’i, S. 81.

[45] Tufuf al-Uqul, S. 207.

[46] Irschad al-Qulub, S. 16.

[47] Ma’ani-ul-Akhbar, S. 181.

[48] Muniat-ul-Murid, S. 340.

[49] Kitab-ul-Khisal, S. 245.

[50] Muniat-ul-Murid, S. 245.

[51] Al-Kafi, Bd. 1, S. 41.

[52] Al-Kafi, Bd. 5, S. 121.

[53] Adsch-Dschami us-Saghir, Bd. 1, S. 273.

[54] Manaqib Ale Abi Talib, Ibn Schahraschub, Bd. 4, S. 66.