Interreligiöser Dialog im Zeitalter der Globalisierung

Dr. Mehdi Sanayi

Globalisierung ist eine Art begriffliche Erfassung für die Entwicklungen, die die Welt seit Mitte des 20. Jahrhunderts bezeugt, und durch die die Rolle der Staaten und Nationen wie auch der innenpolitischen Gesetze gemindert und stattdessen die Rolle internationaler Gesetze und Trends verstärkt wird. Diese Konzeptualisierung der gegenwärtigen internationalen Entwicklungen wird Globalisierung genannt und hat sich  in den letzten beiden Jahrzehnten beschleunigt, was die Aufmerksamkeit einer Reihe von Denkern und Gelehrten auf sich gezogen hat, die verschiedene Theorien in diesem Kontext vorgelegt haben.

Dieser Trend hat die Innenpolitik, lokalen Wirtschaften und indigenen Kulturen beeinflusst. Ein Bereich, der von der Globalisierung beeinflusst wurde, ist der Schnittpunkt von göttlichen Religionen und Globalisierung. Der nachfolgende Artikel ist ein Versuch, die Beziehung zwischen Globalisierung und Religionen und darauf aufbauend die Bezüge der Globalisierung zum interreligiösen Dialog zu untersuchen[1]. Die Hauptfrage des vorliegenden Artikels lautet: Welchen Platz nimmt der interreligiöse Dialog in der Ära der Globalisierung ein?

Was ist Globalisierung?

Zur Einführung sollte zunächst das Thema der Globalisierung diskutiert werden. Der Begriff ist relativ neu. Erstmals wurden 1961 im Webster-Wörterbuch Definitionen von Globalismus und Globalisierung gegeben, aber dieser Begriff wurde bis Ende des 20. Jahrhunderts nur begrenzt angewendet. Globalisierung wird in der Regel auf drei Gebieten angewendet:

  • Manchmal bezieht sie sich auf die wirtschaftliche Globalisierung mit einem internationalen offenen Markt und internationalen ökonomischen Strukturen. Die westliche Manifestation der ökonomischen Globalisierung ist in der Welthandelsorganisation zu sehen, deren Regeln und Regelungen in nationale, lokale Wirtschaften eingreifen.
  • Das zweite Gebiet ist die Globalisierung der Informationsrevolution, die bereits stattgefunden hat, und in deren Folge aufgrund der Anwendung von Informationstechnologie und Internet die Entfernungen geschrumpft sind und die Welt in ein globales Dorf verwandelt wurde.
  • Der dritte Bereich ist die kulturelle Globalisierung, in deren Folge eine globale Kultur mit gemeinsamen Ansichten, Werten und Idealen geschaffen wurde, die sich in Form gängiger Kunst, Musik und Kleidung manifestiert. Diese gemeinsame Kultur ist in vielen Bereichen über die nationalen Kulturen wie auch die Religionen hinausgegangen[2]. Gelehrte haben unterschiedliche Ansichten über die Globalisierung.

Die Gelehrten und die Globalisierung

Einige von ihnen sehen darin einen Prozess, der vor allem vom Westen geplant wurde und in den letzten Jahrzehnten Auftrieb erfahren hat. Andere vertreten die Ansicht, dass die Globalisierung ein Prozess ist, der im Laufe der Zeit Gestalt angenommen hat. Sie nehmen Bezug auf die Globalisierung des Kapitals im 16. und 17. Jahrhundert und sehen den aktuellen Prozess als Fortsetzung der früheren Trends. Wieder andere sehen sie gleichzeitig als Projekt und Prozess an und argumentieren, dass wir sowohl auf die Vorteile wie auch die Nachteile achten müssen. Auf der Grundlage dieser Sichtweisen ist der Globalismus ein Prozess, während die Globalisierung ein Projekt ist[3].

Zwischen der Globalisierung und dem Globalismus zu unterscheiden würde die Analyse der aktuellen Entwicklungen erleichtern. Beim Globalismus ist es die Bereitschaft, die Bestimmtheit und der Wunsch der Völker, der entscheidend ist. Er ist ein Trend, der von den Völkern akzeptiert wird, die sich selbst daran anpassen. Aber mit der Globalisierung ist eine Art von Gewalt und Einschüchterung verbunden. Es ist das gleiche Vorhaben, dem sich die Opposition der Völker in vielen Ländern der Welt gegenübersah – in vielen Fällen gab es massive Demonstrationen dagegen. Es ist eine Tatsache, dass es nicht leicht ist, eine klare Unterscheidung zu treffen zwischen der Globalisierung und dem Globalismus. Auf moderne Mittel vertrauend ist zu sehen, dass dieser Trend sich weltweit rapide ausdehnt[4].

Globale Gesellschaft

Im Hinblick auf die Interaktion zwischen den Religionen und dem Globalismus kann man nicht von einer absoluten Opposition der Religionen zum Globalismus sprechen. In Wahrheit widerspricht der theoretische Globalismus nicht der Religion. Andererseits sollte der Tatsache Aufmerksamkeit geschenkt werden, dass die Neigung zum Globalismus in nahezu allen göttlichen Religionen auf die eine oder andere Weise vorgestellt wird. Judentum, Christentum und Islam haben alle versucht, eine globale Herrschaft und eine vereinte Gemeinschaft zu schaffen. Die Etablierung einer Weltgesellschaft und Kultur gehörte zu den Zielen und Aufgaben dieser Religionen, was darauf hinweist, dass die Etablierung einer Weltgesellschaft oder eines globalen Dorfes von diesen Religionen theoretisch nicht abgelehnt wird[5].

Der Islam hat in seinen Lehren auf den Globalismus hingewiesen und auch die Schiiten glauben an die Bildung einer Weltherrschaft durch den Mahdi (a.).  Auf der Grundlage dieser Vorstellung haben die Völker dieser Welt ursprünglich eine geeinte Gemeinschaft und Gesellschaft gebildet und werden sich letztlich wieder in diese Richtung bewegen. Der Qur’an stellt fest: „O ihr Menschen, Wir haben euch aus Mann und Frau erschaffen und euch zu Völkern und Stämmen gemacht, auf dass ihr einander erkennen möget…“ (Al-Hudschurat | 49:13).

Ein anderer Qur’anvers stellt fest: „Verheißen hat Gott denen, die von euch glauben und gute Werke tun, dass Er sie gewiss zu Nachfolgern auf der Erde machen wird, wie Er jene, die vor ihnen waren, zu Nachfolgern machte; und dass Er gewiss für sie ihre Religion befestigen wird, die Er für sie auserwählt hat; und dass Er gewiss ihren (Stand) nach ihrer Furcht in Frieden und Sicherheit verwandeln wird…“ (Al-Nur | 24:55). Ein weiterer Qur’anvers lautet: „Und Wir haben bereits nach der Ermahnung in den Psalmen geschrieben, dass das Land von Meinen rechtschaffenen Dienern beerbt wird.“ (Al-Anbiya | 21:105).

Diese Verse weisen darauf hin, dass der Islam an eine globale Gesellschaft glaubt, und dass Gott letztlich die Weltherrschaft an seinen rechtschaffenen Diener delegieren wird. Es ist interessant, dass sich der Qur’an auf die Gläubigen und rechtschaffenen Gottesdiener im allgemeinen bezieht und nicht nur die Muslime erwähnt. Folglich ist der Glaube an die Einheit Gottes und die Bereitschaft, rechtschaffene Taten zu vollbringen, die Grundlage der göttlichen Weltherrschaft. Der zuletzt erwähnte qur’anische Vers verdeutlicht, dass dies Teil der Aufgabe aller göttlichen Propheten war, einschließlich Moses und David. Tabarsi, ein bekannter Qur’an-Exeget, vertritt die Ansicht, dass das Wort Psalmen sich hier auf die göttliche Schrift im Allgemeinen bezieht.

Dieser Aspekt macht deutlich, dass Globalismus und die Etablierung einer globalen Gesellschaft zu den Zielen der göttlichen Propheten gehörte; aber zur gleichen Zeit ist die von den Propheten angestrebte Gesellschaft eine religiöse Gesellschaft, in der höchste göttliche Werte, Spiritualität, religiöse Gesetze, Gerechtigkeit und Gleichheit souverän sein werden. Es scheint, dass man im Hinblick auf die Wechselwirkung zwischen Religion und Globalisierung Unterscheidungen treffen sollte zwischen den Ebenen des Globalismusprozesses und des Globalisierungsprojekts.

Soweit der Globalismus sich auf den Modernismus bezieht und die philosophischen Prinzipien des modernistischen Zeitalters reflektiert, kann seine Beziehung zur  Religion aus verschiedenen Blickwinkeln diskutiert werden. Wenn wir bei der Ausarbeitung der Prinzipien des Globalismus auf Prinzipien des Modernismus treffen, das heißt Humanismus, Rationalismus, Liberalismus und Demokratie, haben wir den Punkt erreicht, an dem der Konflikt zwischen Tradition und Moderne aus der Perspektive der Religion beginnt. Folglich können wir keine allgemeinen Aussagen darüber machen[6].

Tradition und Moderne

Die Fragen von Tradition und Moderne gehören in den letzten Jahrhunderten zu den heiß diskutierten Themen, insbesondere bei den muslimischen Denkern, die unterschiedliche Meinungen über die Moderne und den Modernismus zum Ausdruck gebracht haben. Sicher ist, dass die Mehrheit der muslimischen Denker sich nicht gegen die Moderne gestellt hat und die Meinung vertritt, dass sie mit dem Islam kompatibel ist. Der Modernismus als ein Ganzes wurde von ihnen jedoch nicht anerkannt. Die muslimischen Denker suchen nach den Wurzeln der meisten Ziele des Modernismus in der Religion, und immer da, wo es einen Widerspruch gibt zwischen religiösen Werten und dem Modernismus, gehen sie dem letzteren voran[7].

Die gleiche Mentalität gibt es auch unter den Anhängern anderer Religionen, was zur Bildung von Modernisten, Fundamentalisten und moderaten Strömungen unter den Anhängern anderer Religion in ihrer jeweiligen Interaktion mit dem Modernismus führt. Eine andere Ebene des Globalismus, die wahrscheinlich besser Globalisierung genannt werden sollte und die die Form eines Projektes hat, ist eine Art von Kulturbildung und Export von Kultur in andere Teile der Welt, die in Form von kultureller Invasion ausgeübt wird. Die Theoretiker der Globalisierung argumentieren, dass zunächst einmal eine universale öffentliche Kultur geschaffen werden sollte, um den Prozess der Globalisierung voranzubringen, eine universelle Kultur mit ihren Anziehungspunkten, die den Weg ebnet für andere Elemente der Globalisierung und Einführung neuer wirtschaftlicher, politischer, sozialer und militärischer Modelle.

Diese Ebene der Globalisierung genießt auch einige zivilisatorische Aspekte und ist in Wirklichkeit Teil des Projekts der neuen Weltordnung, in der anstatt auf Rationalismus zu vertrauen die Tendenz zur Vernachlässigung von Zivilisationen, Religionen und Kulturen besteht[8].  Diese Ebene der Globalisierung belässt die Zügel der Kulturen der Völker in den unbarmherzigen Händen des Kapitalismus mit moderner Technologie. Natürlich widerstehen die göttlichen Religionen diesem Aspekt der Globalisierung. In Wahrheit wird der globale Widerstand gegen die Globalisierung auf diesen Aspekt der Globalisierung gelenkt. Es scheint, dass Fukuyama und Huntington die beiden Theoretiker sind, deren Ideen sich auf die besagten Aspekte der Globalisierung fokussieren, die den Protest der Völker, Kulturen und Religionen gelenkt hat.

Auf der Grundlage dessen, was zuvor gesagt wurde, können wir ableiten, dass die Globalisierung kein einfacher Begriff ist, sondern vielmehr ist sehr kompliziert ist mit verschiedenen Perspektiven. Deshalb kann man nicht von absoluter Opposition oder Zustimmung der Religionen zu diesem Begriff sprechen. Im Unterschied zu dem, was sich auf den ersten Blick zu ereignen scheint, wird die Rolle der Religionen im Zeitalter der Globalisierung nicht vermindert, sondern vielmehr wird die Aufmerksamkeit für die Religionen in anderer Weise erhöht. Andererseits liefert der Globalisierungsprozess den Religionen zahlreiche Möglichkeiten für ihre Verbreitung. Glücklicherweise haben die Vertreter verschiedener Religionen und ihre Gelehrten die riesigen wirtschaftlichen Mittel und die Informationstechnologie genutzt, um ihre göttliche Mission zu verbreiten und ihre religiösen Prinzipien zu propagieren.

Gleichzeitig hat der Prozess der Globalisierung die Notwendigkeit des interreligiösen Dialogs unterstrichen und die Möglichkeit dafür erhöht. Neue Technologien haben mehr Mittel für Besuche und den Austausch von Ansichten unter den Führern und Anhängern der göttlichen Religionen geliefert. Die Anzahl der religiösen Sitzungen, die während der letzten Jahrzehnte abgehalten wurden, ist überhaupt nicht vergleichbar mit den früheren Jahren.

Abgesehen von der Verbreitung der Kultur der Toleranz, die auf religiöser Kultur basiert, ist das Verständnis zwischen den Religionen nun eher möglich und für die religiösen Gelehrten wurden die Grundlagen bereitet, um die Gemeinsamkeiten und Unterschiede zwischen ihnen zu diskutieren. Folglich sind meiner Meinung nach während des Zeitalters der Globalisierung abgesehen vom Dialog über theologische (apologetische) Fragen, die in der Vergangenheit ebenfalls existierten, nun zwei neue Bereiche für die Diskussion eröffnet unter den Führern der göttlichen Religionen, die mehr Kontakte und Dialoggespräche notwendig machen. Diese beiden Gebiete sind das gemeinsame Anliegen aller göttlichen Religionen.

Der erste Bereich betrifft die Frage von Tradition und Moderne oder Religion und Modernismus. Alle Religionen sind irgendwie verstrickt mit der Frage der Moderne, eine Tendenz, die während der letzten Jahrhunderte den Bereich der Souveränität der Religion in Frage gestellt hat und die Gläubigen gezwungen hat, die religiösen Vorstellungen zu revidieren. Wir haben auch gesagt, dass keine der göttlichen Religionen eine absolute Haltung eingenommen hat gegenüber der Moderne, sondern vielmehr haben sie versucht, die Kompatibilität und Inkompatibilität der Moderne mit der Religion zu untersuchen. Die göttlichen Religionen können ihre Erfahrungen teilen und ihre Erkenntnisse und Lösungen in dieser Hinsicht austauschen. Das kann in Form des interreligiösen Dialogs umgesetzt werden.

Der Konflikt zwischen Tradition und Modernismus war eines der Hauptanliegen der muslimischen Denker während der letzten zwei Jahrzehnte. Ein weiterer Bereich des interreligiösen Dialoges in der Zeit der Globalisierung ist die Art der Reaktion auf den Aspekt der Globalisierung, der als ein Projekt aggressiv in die religiösen Kulturen und Werte anderer Völker einfällt. Indem die göttlichen Religionen ihre Vorgehensweisen koordinieren, können sie die Geschwindigkeit des durch den Globalisierungsprozess bedingten nachteiligen Einflusses auf religiöse Kulturen und Werte stoppen.

Rolle der Religion in der Moderne

Einer der wichtigsten Schritte, der unter den gegenwärtigen internationalen Bedingungen unternommen werden sollte, ist vielleicht der Dialog zwischen Vertretern der verschiedenen Religionen. Wenn es zur Konfrontation mit den modernen Innovationen der Welt kommt, gibt es tatsächlich zwei Ansätze: die erste Gruppe der Gelehrten und religiösen Führer hat absolute Hoffnungen auf die Moderne und Globalisierung und übersieht die Rolle der Religion bei der Etablierung von Frieden und internationalem Verständnis.

Die zweite Gruppe sind die Radikalen, die aus einer religiösen Sichtweise gesehen einen umfassenden Widerstand gegen diesen Trend insgesamt zum Ausdruck bringen und die Gesellschaft in Richtung Gewalt drängen. Die Gewalt und der Terrorismus der letzten Jahre und auch die unilaterale, sogenannte Konfrontation der Vereinigten Staaten mit diesem Phänomen sind beide unglücklicherweise mit einer religiösen Färbung versehen worden. Das Schweigen echter Religionsführer ebnet den Weg für unilaterale radikale Handlungen und Ideen.

Folglich scheint der interreligiöse Dialog notwendig zu sein auf dieser Ebene, um zur Religion zurückzukehren und ihre Rolle bei der Etablierung des internationalen Friedens und globalen Verständnisses wiederzubeleben. Nur Dialog kann den Weg zu ungezügelter, hemmungsloser Globalisierung einerseits und religiösem Radikalismus andererseits blockieren.

Leider verbreiten sich Globalisierung und Moderne heute in einer Weise, die uns an das zweite Prinzip der Thermodynamik erinnert. Auf der Grundlage dieses Prinzips wird sich ein geschlossenes System, das sich selbst nährt, unausweichlich selbst zerstören und vernichten. Dieses Prinzip wird von allen aktiven Systemen um uns herum bestätigt.

Leider erinnert uns die moderne säkulare Gesellschaft in einem großen Maße an ein geschlossenes System. Indem man auf einen positivistischen Ansatz vertraut, hat dieses System all seine Hoffnung für die Lösung der Probleme der Menschheit auf wissenschaftliche Methoden gesetzt. Wie können wir das Schicksal des Menschen diesem System überlassen, das jederzeit ausfallen kann?

Es scheint, dass ein Großteil der Probleme aus der Tatsache resultiert, dass die modernen säkularen Gesellschaften einen Mangel an Spiritualität aufweisen. Die moderne Gesellschaft muss erkennen, dass es ohne Spiritualität und Religion nicht möglich ist, so geheiligte Ziele wie Freiheit, Frieden und Gerechtigkeit zu erreichen[9].  Leider hat gerade die Tatsache, dass die moderne Gesellschaft die Spiritualität aufgegeben hat, dazu geführt, dass die primären Ziele weitgehend in Vergessenheit geraten[10].

Die religiösen Führer können dazu beitragen, internationalen Frieden und Sicherheit wie auch Verständnis und friedliche Koexistenz wiederherzustellen, indem sie Toleranz verbreiten, die in den religiösen Lehren existiert. Folglich ist der  interreligiöse Dialog heute dringend notwendig. Diese Dialoge werden einerseits helfen, Transparenz über die Beziehungen zwischen Religionen und Globalisierung zu schaffen, und andererseits die Rolle der Religion bei der Schaffung von Frieden, Verhinderung von Spannungen und Lösung von Konflikten unterstreichen.

 

[1] Sawahata, a commitment to globalization to promote interfaith dialogue. Yasutomo Website of interreligions relations homepage.

[2] Immanuel Wallerstein: Politics and Culture in the Modern World System.

[3] Morteza Schirudi: Theoretical Bases of Globalization.

[4] Farhang Maziar: Culture in the Era of Globalization.

[5] Christian communities response to globalization, interreligious dialogue, Website.

[6] The Mahdaviad Discourse, Qom 2002.

[7] Mohammad Legenhausen: Islam and Pluralism. S. 8-19.

[8] Hamid Enayat: Trend of Political Thought in Islam.

[9] Immanuel Wallerstein: The Modern World System.

[10] Francis Fukuyama: End of History and Man.